Homöopathie

Der Begriff Homöopathie wird heute oft als Synonym für alle möglichen alternativen Heilmethoden oder Naturheilverfahren verwendet. Homöopathie ist jedoch eine ganz spezielle medizinische Methode, die vor ca 200 Jahren von dem Arzt Samuel Hahnemann entwickelt wurde. Er setzte auf das Ähnlichkeitsprinzip (similia similibus curentur), Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt. Nach diesem Simileprinzip sollen Krankheiten durch Mittel geheilt werden, die bei einem Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen, wie sie bei einem Kranken beobachtet werden. Wichtig dabei ist die Potenzierung, eine starke Verdünnung der Ursubstanzen ( pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Ursprungs) bei gleichzeitiger "Dynamisierung" durch Verreiben und Verschütteln.

Homöopatisches Arzneimittelbild des Monats

 

GaenseblumeGänseblümchen, Bellis perennis

In jedem Garten findet sich das Gänseblümchen, bereits im Frühling erfreuen wir uns an der Blütenpracht. In der Volksheilkunde wurden früher Kränze aus Gänseblumen geflochten und Kindern mit Krampfanfällen nachts um den Hals gelegt und wer im Frühling Gänseblümchen isst soll das ganze Jahr von Augenbeschwerden, Zahnschmerzen und Fieber verschont werden.

In der Homöopathie ist Bellis neben Arnika und Calendula ein wichtiges Verletzung, Blutungs, und Wundheilmittel. Anwendung findet es vor allem nach stumpfen Verletzungen tiefer Gewebe nach Unfällen oder Stürzen. Die betroffenen Stellen fühlen sich wie gequetscht, wund, zerschlagen an und sind sehr berührungsempfindlich und schmerzhaft. Bellas verträgt nicht kalt.

Es kann bei stark blutenden Wunden und Blutungsneigung und nach Operationen, wenn Nerven verletzt wurden angewendet werden.

Es wird aufgrund dieser Eigenschaften auch gerne in der Frauenheilkunde verwendet. Vor allem nach Geburten, wenn der Uterus schmerzhaft ist und sich wie gequetscht anfühlt und starke Blutungen folgen. Auch bei Menstruationsbeschwerden kann Bellis eingesetzt werden.

Bellis verträgt keine kalten Anwendungen, bei Heißen verschlechtern sich die Symptome aber auch. Fortgesetzte Bewegung bessert aber alle Beschwerden.

 

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